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Video Essay “And Introducing…”

Spätestens seit Alex Stapletons genialem Film Corman’s World – Exploits of a Hollywood Rebel wissen wir, dass Jack Nicholson in Roger Cormans Little Shop of Horrors (1960) debütierte, wo er einen masochistisch veranlagten Zahnarztpatienten mimte. Den Film gibt es nun auf DVD und ein schönes Interview mit der Filmemacherin unter interviewmagazine.com.

Zurück zu den Debütanten: Wer hätte gedacht, dass Scrubs-Star Zach Braff seinen ersten Auftritt in Woody Allens Manhattan Murder Mystery (1993) hatte, oder Jon Hamm – lange bevor er in Mad Men als charismatischer Werbefachmann Serienhungrige weltweit beglückte – in Clint Eastwoods Space Cowboys (2000) erstmals auf der Leinwand zu sehen war? Diese und weitere überraschende oder bekannte Erstauftritte finden sich in dem Video Essay “And Introducing…” von Jason Bailey (Flavorwire):

Video Essay “And Introducing…” via Flavorwire

Reynold Reynolds-Secret Life & Secret Machine

Den spanischen Videokünstler Reynold Reynolds konnte man sich jüngst auf der transmediale.11 visuell einverleiben.

Reynold Reynolds Secret Life, 2008 2-Kanal-Video von 16mm und Stills / Sound 5 Min. Loop Courtesy of COMA, Berlin

via www.reynold-reynolds.com

Seine zwei organischen Zweikanalprojektionen Secret Life (2008) und Secret Machine (2009) beschäftigen sich mit den von außen aufgezwungenen oder freiwillig eingegangenen Grenzen menschlicher Existenz. Gleichzeitig spielen sie mit der gegenseitigen Befruchtung von Kunst und Wissenschaft, was in Secret Machine auch durchaus verstörend plastische Züge annehmen kann.

Reynold Reynolds
Secret Life, 2008
2-Kanal-Video von 16mm und Stills / Sound
5 Min. Loop

vimeo direkt life

Reynold Reynolds
Secret Machine, 2008
3-kanal-Video von 16mm und Stills / Sound
7 Min. Loop

vimeo direkt machine

Eine Review zur Reynolds Beitrag auf der transmediale.11 findet Ihr hier. Und wer mehr über Reynold Reynolds erfahren will, kann sich unter www.reynold-reynolds.com austoben.

Marcel the Shell

Ich war Fischen und hab für euch eine kleine Muschel aus dem Vimeo-Meer gezogen: Marcel the Shell. Sein Erzeuger nennt sich Dean Fleischer-Camp und die zuckersüße Muschelstimme stammt aus dem Mund von Jenny Slate. Bitte zurücklehnen und bemuscheln lassen:

vimeo direktmarcel

BIG BANG BIG BOOM

Eine Art Evolutionsgraffitologie – oder nach BLU

“an unscientific point of view on the beginning and evolution of life … and how it could probably end.”

via rebel:art

Vermin

Der animalisch geartete Kurzfilm Vermin von Dean Francis beginnt mit einem Schmucken Kerl in einer bizarren Situation und endet mit seinem Tod. Dazwischen wird viel miaut. Neugierig? Bitteschön:

via splattermovies

Die personifizierte Grenzerfahrung – Marina Abramović im MoMA

Mund zu und Augen auf für Perfomance-Künstlerin Marina Abramović, die jüngst im New Yorker MoMA einige von 1565 kunsthungrigen Augenpaaren zu Tränen rührte.

"The Artist is Present" Marina Abramovic MoMA - New York
Foto: © 2010 Marco Anelli via MoMA

Im Rahmen ihrer Retrospektive vom 14. März bis zum 31. Mai, konnte man Marina Abramović gegenübersitzen und sich von ihrer Wirkung beeinflussen lassen. Insgesamt 736 Stunden und 30 Minuten lang war die polarisierende Künstlerin präsent.

Bei art-magazin findet ihr einen Überblick über die obskuren, dramatischen und bescheuerten Vorfälle, die sich während der Auststellung mit dem programmatischen Titel The Artist is Present ereigneten. Hier gibt’s ein Interview und da mehr zu Hintergrund und vergangenen Performances.

Neugierig? Dann ab in den Webcam-Zusammenschnitt:

via

Wer Lust hat, kann sich hier durch die Masse der Besuchervisagen wühlen oder auf Marina Abramovic Made Me Cry eine Auswahl verweinter Gesichter begutachten.

Howard Silver hat vor The Artist is Present mit Marina Abramović über ihr Œvre gesprochen. Entstanden ist eine Webdoku, die man hier sehen kann.

Und zum Schluss :

In vielen feministischen Ausstellungen verstecken sich schlechte Künstlerinnen hinter drei guten Namen. Viele Frauen sind nicht bereit, für die Kunst Opfer zu bringen. Sie opfern mehr dafür, Kinder zu haben. Man verfügt nun mal nicht über genug Energie, um alles zu vereinen. [...] Ganz unter uns: Mir gehen Kinder auf die Nerven.

Interview mit art-magazin

Und weil sie außerdem absolut gegen Drogen ist, hab ich mal den bloginternen Algorythmus angeschmissen, um Marina Abramovićs Erzfeind ausfindig zu machen. Das Ergebnis:


Ardi Rizal

via recentissuetoday.com

Triptych

Hier wird der überladene Kunstmarkt semi-säuberlich durchwühlt und sinngerecht portioniert. Also Mund zu und Augen auf !

Magdalena Hutter, Triptych

Magdalena Hutter, Triptych Magdalena Hutter 2010

Mit Grenzen und Migration beschäftigt sich Magdalena Hutter in ihrer dokumentarischen 3-Kanal-Videoinstallation Triptych, hier ein kleiner Einblick:

Ursprünglich, so erzählt die HFF-Studentin, sei die Wüste als Metapher gedacht gewesen. Bis die Realität passierte. Denn nicht nur in der Odysee  der fünf Protagonisten wirkt die Wüste als Transitraum, desparater Lebensraum oder auch als das Ende einer unerfüllten Hoffnung. Viele der Migranten müssen wirklich irgenwann zu Fuß durch die Wüste.

“…Nigeria – Niger, Niger – désert d’Algérie, Algérie – Maroc, Maroc á l’Europe.”

Wir bewegen uns vorwärts, immer in dieselbe Richtung. Gleichmäßige Schritte. Stimmen. Menschen auf der Flucht.

Triptych. Eine dokumentarische Videoinstallation, Magdalena Hutter 2010

Trocken, karg und hoffnungslos. Triptych will bewegen. Und es kann.

Wann und wo?

Vernissage am Freitag, 29. 01. 2010 ab 18.00 Uhr
Öffnungszeiten Mo-Fr 14-20 Uhr
Samsatg und Sonntag 12-19 Uhr
Finissage am Sonntag, 07.02.2010 ab 17.00 Uhr

Atelier für Medienkunst, Bavariastr.6a, 80336 München

In ihrem nächsten Filmprojekt beschäftigt sich Magdalena Hutter erneut mit Migration und Grenzen. Dann geht es nach Los Angeles, wieder in die Wüste. Wir sind gespannt.