Schlagworte: organisch

Haariges ABC

Als wir dachten, der Mehrwert unserer Rudimente ginge gegen Null, tauchte eine japanische Kunststudentin namens Mayuko auf und bewies uns das Gegenteil. Also Mund zu und Augen auf für dieses organische Font aus Beinhaaren:leghairfont

gesehen bei Nerdcore via Neatorama

Die Ressourcen lieferte indes nicht Mayuko, sondern ein großzügig behaarter Freund. Die Idee dazu entstammte einer Aufgabenstellung der Tama Art University, wobei die Studenten ohne die Zuhilfenahme von Computern ein neues Font designen sollten. Ob die haarige Typo die Helvetica der Zukunft sein wird oder der handelsüblichen Buchstabensuppe organische Konkurrenz macht, bleibt zu bezweifeln. Dass sie Menschen zum Konsum anregen kann, hofft jedenfalls Adidas:tumblr_lpv4j8WnCg1qjkineo1_500

via

Organisches von Asger Carlsen und Jasmin Schuller

Auf der Jagd nach organischen Häppchen habe ich ein paar visuelle Delkiatessen mit fleischlastigem Nachgeschmack aus dem Netz gezogen. Also Mund zu und Augen auf:

Asger Carlsen hinterfragt in seinen Arbeiten häufig die Möglichkeiten des menschlichen Körpers im Hinblick auf seine fotografische Darstellbarkeit. Er spielt mit Konventionen, Erwartungen, Ansprüchen und Normen. In seiner Serie Hester nimmt er den weiblichen Akt zum Ausgangspunkt und lässt Körper und Gliedmaßen miteinander verschmelzen:

Hester, Asgar Carlsen Hester, Asgar Carlsen Hester, Asgar Carlsen

Hester, Ansger Carlsen via Vice

Mehr von Asger Carlsen gibt es auf http://www.asgercarlsen.com.

Und fleischhaltig geht es weiter. Jasmin Schullers Leckereien sehen zwar aus wie feinste Pâtisserie, könnten aber eher im gut sortierten Fleisch- und Wurstwarenladen gehandelt werden. Bon appétit:Sweet Meat, Fotos © Jasmin Schuller Sweet Meat, Fotos © Jasmin Schuller

Sweet Meat, Fotos © Jasmin Schuller gesehen bei iGNANT


Mehr von Jasmin Schuller gibt es unter http://jasminschuller.com oder hier auf ihrem Blog.

Organisches zum Muttertag

Muttertag ist bald da und Ihr habt noch kein Geschenk? Dann Mund zu und Augen auf! Lily Vanilli versorgt jeden, der auf kitschige Kirschtorten und rosa Fluffizeug verzichten kann, mit diesem extrem herzlichen Leckerbissen à la organique:Herz fü Muttern

Lily Vanilly via WE like THAT

Auch lecker: 20 % der Einnahmen gehen an einen guten Zweck. Mehr davon gibt’s auf dem Blog von Lily Vanilly.

Wim Delvoye– Kloaken und Küsse

Der belgische Konzeptkünstler Wim Delvoye tätowiert Schweine, produziert Exkremente und bestempelt Briefpapier mit Rosettenküssen. Und weil das alles so extrem organisch ist, machen wir hier ein bisschen Platz für Wim. Also Mund zu und Augen auf!

Anal Kiss A01 1999 53 x 44 cm (framed) lipstick on hotel stationery
Anal Kiss A01 1999 53 x 44 cm (framed) lipstick on hotel stationery

Wim Delvoye zeigt uns in folgendem Video, wie die von ihm im Jahr 2000 konzipierte Maschine Cloaca das erzeugt, was man sonst gerne unbeachtet den Tiefen des Abflusses überlässt. Denn:

The thing is, that most people don’t give a shit about shit (Wim Delvoye)

via

Cloaca konnte man 2002 im Museum Kunst-Palast in Düsseldorf bei der Arbeit beobachten, hier ist die bereits restlos ausverkaufte Miniaturausgabe für den Privatgebrauch zu sehen:

Personal Cloaca 2006 100 x 68.5 x 105 cm Mixed Media Casino Luxembourg, Cloaca 2000-2007 (30.09.2007 – 06.01.2008)
Personal Cloaca 2006 100 x 68.5 x 105 cm Mixed Media Casino Luxembourg, Cloaca 2000-2007 (30.09.2007 – 06.01.2008)

Wie man merkt lässt Wim Delvoye seinen berüchtigten Zynismus nicht nur sachte hervorblitzen. Wer die vakuumverpackten Erzeugnisse von Cloaca erwerben will, darf sich noch immer auf eine kilometerlange Warteschlange freuen. Das werbewirksame Video dazu gibt es hier und das umworbene Produkt sieht so aus:

Cloaca Faeces (Vienna) 12.05.2001 21 x 17,2 x 4,5 cm vacuum-packed Cloaca Faeces, plexi
Cloaca Faeces (Vienna) 12.05.2001 21 x 17,2 x 4,5 cm vacuum-packed Cloaca Faeces, plexi

Wer nun Lust bekommen hat, sich intensiver mit den Facetten der menschlichen Fäkalie zu befassen, dem sei der Text “Engel mit kotgefleckten Flügeln” von Peter Bexte (in Wim Delvoye: skatalog. Düsseldorf 2001, S. 9 – 18) empfohlen.

Organisches von Joseph Barbaccia

Wer schon immer die Küchenwand mit Körperteilen dekorieren wollte, darf jetzt die Mundwinkel nach oben biegen! Der US- Künstler Joseph Barbaccia hat einst kulinarisch funktionale Utensilien verfremdet und organisch aufgepimpt:

Joseph Barbaccia, Obesity 2006
Joseph Barbaccia, Obesity 2006
via lostateminor
Joseph Barbaccia, Service 2006
Joseph Barbaccia, Service 2006
via lostateminor
Joseph Barbaccia, Naked Aggression 2004
Joseph Barbaccia, Naked Aggression 2004
via thinkingaboutart

Schlaulesen kann man sich in diesem Interview und mehr von Joseph Barbaccia gibt’s hier und auf www.paradisestudio.com.

Organische Gehänge von Hanna Hedman

Mund zu und Augen auf für Hanna Hedman, einer schwedischen Designerin, die unser Kunstorgan mit ihrer aktuellen Ausstellung ESCAPE vorbildlich erweitert!

Hanna Hedman "HUMAN TREE" 2010 Photographs by Sanna Lindberg
Hanna Hedman “HUMAN TREE” 2010
Photographs by Sanna Lindberg
Hanna Hedman "HUMAN TREE" 2010 Photographs by Sanna Lindberg
Hanna Hedman “HUMAN TREE” 2010
Photographs by Sanna Lindberg
gesehen bei paperschmaper

Häßliches wird mit Schönem kontrastiert, Realität mit Kunst und Funktionalität konfrontiert und menschlichen Ängsten wird die individuelle Fantasiewelt entgegengesetzt. Die Schmuckstücke selbst sind inspiriert vom mexikanischen Körper- und Totenkult, wirken surreal und sollen zu wilden Assoziationen anregen, aber gleichzeitig Einblicke in die suggestive Welt der Designerin vermitteln.

Hanna Hedman über den kreativen Entstehungsprozess ihrer organischen Schmuckstücke:

My art reference jewellery of past centuries, but the development of each piece progress organically with limited predefined planning. Fragments are created individually and then combined in a similar fashion as stories develop over time. The pieces are extension of one’s body, but also a sense of escape.

Die Ausstellung ESCAPE ist momentan noch bis zum 30. Oktober 2010 im SODA Istanbul zu bewundern. Wer Lust auf eine digitale Führung hat, klick hier:

Mehr Informationen zur Ausstellung und über die Designerin gibt es hier.

Frau via Spende (Reloaded)

Sexvertising- oder wie man Frauen, Männer und potenzielle Spender in einem dubiosen Rundumschlag für die Organspende gewinnen kann:

Organspende

via BUZZ/imgur.com

Hätte durchaus auch als Filmplakat Potenzial. Ich denke da an einen Erotikthriller oder auch eine trashige Splatterkomödie. Es geht natürlich um Prostitution und Organschmuggel und wie ein nichtsahnender, wilder Bursche (Jack McBrayer- bekannt aus 30 Rock oder vielleicht Matthias Schweighöfer) in die Fänge einer Organmafia gerät, weil er sich von ihrem attraktiven Köder (Sasha Grey oder Nora Tschirner) in eine verhängnisvolle Falle locken lässt.

Er verliert nicht nur Herz, Verstand und enorme Mengen an Körperflüssigkeit, sondern mindestens eine Niere und ein bisschen Dünndarm oder so.

Fehlt nur noch ein passender Regisseur: Wahlweise Robert Rodriguez oder Wolfgang Murnberger. Fatih Akin könnte damit sogar seine Liebe,Tod und Teufel -Trilogie komplettieren. Die Rechte gibt’s dann bei mir. Natürlich wird die Organ Donor Foundation irgendwo in den Credits Erwähnung finden.