Schlagworte: organisch

Colorful Shit von Gabriel Morais

Gabriel Morais hat einen nettes Experiment unternommen, um das Verhältnis zwischen dem organischen In- und Output seines Essverhaltens zu untersuchen. Dazu hat er jeweils eine Menge Froot Loops, Rote Beete und Mais zu sich genommen und danach den Lokus inspiziert. Die Ergebnisse seiner Nahrungsaufnahme seht ihr hier:

01_905 beetroot_905 beetroot_shit_905 frootloops_905Concept, Art Direction and Photography: Gabriel Morais, Rodrigo de Castro, Joao Unzer

Concept, Art Direction and Photography: Gabriel Morais, Rodrigo de Castro, Joao Unzer

Colorful Shit via Nerdcore

 Das Künstlerstatement lautet:

The idea behind this project, is to show how much the food we ingest affects our body,
therefore the colour of each poop was not manipulated on photoshop.
To achieve the result, the quantity I ate for each picture was:
4.5kg of beet root in 36 hours.
3.5kg of Froot Loops in 30 hours.
4kg of sweet corn in 36 hours.

Mehr zu Gabriel Morais und seinem Projekt findet ihr hier.

Sizzurped Cherry Pork – Codeinschweinebraten à la VICE

Bei VICE kocht eine derbe Britin brechreizende Leckereien fragwürdigen Inhalts. Neben analogem Käsekuchen und veganer Fleischpizza sieht dieser Schweinebraten mit injiziertem Hustensyrup geradezu harmlos aus. Besagtes Schwein wird mit Kirschcola und Hustensaft bearbeitet. Dazu gibt’s Cole Slaw mit Kokosnuss-Smoothie. Also Mund zu und Augen auf:


VICE – Girl Eats Food

Das Rezept gibt es hier.

Koen Hauser – Mode trifft Anatomie

Der niederländische Künstler Koen Hauser hat mit seiner Serie Modische Atlas der Anatomie (2000) die Schnittstelle von Körper und Kunst untersucht: Seine Bilder zeigen Mode, die unter die Haut geht, mit ihr verschmilzt und sich in ihr entfaltet.

“Ich bin die Mode, deine Schwester” erklärt die Mode dem Tod. Der erwidert überrascht: “Meine Schwester?” Darauf die Mode: “Erinnerst du dich nicht? Wir sind beide Kinder der Vergänglichkeit.” (Giacomo Leopardi)

Formale Strenge und dezente Farben verbinden sich zu surrealistisch anmutenden Portraits voll klinischer Unnahbarkeit, welche durch den zum Teil didaktischen Inhalt humorvoll gebrochen wird. Selbst wenn Hausers Fotografien seit ihrer Entstehung schon mehrfach abgebildet und durch zahlreiche Magazine gewandert sind, haben sie nichts von ihrem medizinischen Charme eingebüßt:Modische Atlas der Anatomie © Koen Hauser Modische Atlas der Anatomie © Koen Hauser Modische Atlas der Anatomie © Koen Hauser Modische Atlas der Anatomie © Koen Hauser Modische Atlas der Anatomie © Koen Hauser

Alle Fotos  © Koen Hauser via It’s Nice That

Mehr von Koen Hauser gibt es unter koenhauser.com.

Endverbraucher von Trude Wald und Otto Brunn

“We accept you, one of us!”, heißt es so schön in Freaks (1932). Dieser Satz passt wunderbar auf folgende Foto-Serie, die sich Endverbraucher nennt und um die es im heutigen Kunsthappen gehen soll.

 Die Endverbraucher sind inspiriert von einem Job, den Trude Wald ein wenig in den Sand gesetzt hat. Für eine Zeitung sollte ein Kreislauf dargestellt werden: Feld/Anbau-Fabrik/Verarbeitung-Handel-Endverbraucher-Kanalisation-Feld/Anbau. Hierbei sollten alle Punkte des Kreislaufs durch Obst und Gemüse dargestellt werden. Trude Wald baute einen irren Endverbraucher aus einer Kartoffel, zwei Würsten, einem Pilz und zwei Karotten, den der Kunde nie zu Gesicht kommen sollte, weil schon die Fabrik aus Gemüse nicht für gut befunden wurde. Trude und Otto gewannen den Endverbraucher jedoch sehr lieb, so dass sie beschlossen, ihm weitere, organische Cousins und Cousinen zu schenken. Also, Mund zu und Augen auf für Miss Mais, Sportkartoffel und Co.:

Tomatendame Mr. Paprika Auberginen Mann Potatoman Ei Entdecker Miss Mais Waldgeist Zucchini Hund Sportkartoffel Orko

 Fotos: Otto Brunn / Idee und Design: Trude Wald und Otto Brunn

In diesem Sinne: “Gooble, Gobble!”

Chicken Chair

Sebastian Errazuriz hat seit seinem Occupy- Stuhl wieder zugeschlagen, diesmal konzipierte er eine Sitzgelegenheit mit integriertem Huhn.

Sebastian Errazuriz ChickenChairgesehen bei Nercore via Non Sequitur

Was er sich dabei gedacht hat, erzählt er hier:

I create furniture pieces that incorporate conceptual and sculptural themes in a functional piece. I work a lot investigating existential issues of life and death. I have used bird taxidermy in my furniture many times, but never a live one. There was something very beautiful with the idea of bringing actual life into a lifeless furniture piece. If wooden strips are commonly used in the back rest of the chair, why couldn’t those same strips close out the virtual space under our legs and create a cage for a live animal to live in? In my mind it made sense, it seemed so beautiful, obvious yet simple.

[...]

I like eating chickens, but I also like for people to be aware of how they live and the consequences of the little decisions they give for granted everyday. I would like people to see a chicken again in their daily life, to find it both uncomfortable and beautiful at the same time. I see the Chicken Chair as a simple but beautiful furniture piece, an exercise in awareness a chair that literally comes to life and assumes a new function literally pocking, pecking and croaking—questioning us.

In diesem Video sieht man wie der Chicken Chair zum Einsatz kommt

Zuvor hatte Errazuriz diese organischen Schneidebretter produziert. Mehr zum Künstler findet ihr auf meetsebastian.com

Duchamp auf’s Brot

Um auch nach der der Kunsthochschule und trotz großer Entfernung gemeinsam produktiv bleiben zu können, beschlossen die beiden Künstlerinnen Brittany Powell und Tae Kitakata dieses Blog als Plattform für gegenseitigen Projekt- und Ideenaustausch zu nutzen. Das Prinzip: Künstlerische Raffinesse muss nicht notwendigerweise mit großem Zeit- und Geldaufwand verbunden sein, low commitment eben. Die Künstlerinnen wechseln sich in wöchentlichem Turnus ab, jeden Montag gibt es einen neuen Eintrag. Also Mund zu und Augen auf für diese organischen Künstlerhommagen à la Brittany:sandwichmondrian1 sandwichrothko2 sandwichpollock1 sandwichduchamp1 sandwichchristo1

Alle Fotos © Brittany via Low- Commitment Projects gesehen bei iGNANT

Mehr davon gibt es auf http://lowcommitmentprojects.com.

Hack vom Papierschwein

Lange haben wir darauf gewartet, jetzt ist sie da: Die ultimative Alternative zu Tofu, Tempeh und Bäh heißt Papierhack und kommt vom Papierschwein. BARTO: “Garantiert frei von tierischen Stoffen und genießbar für Vegetarier, Muslime, Christen, Juden, Buddhisten und trendbewusste Fleischverweigerer.” Menschen mit Holzallergie müssen auf den nächsten Trend warten. Alle anderen können schonmal die Magensäfte anschmeißen:

schwein3 schwein2 schwein1

gesehen bei rebel:art via BARTO

Für mehr Hacktivismus von BARTO bitte hier entlang.