Schlagworte: found footage

Robbie the Robot – Kurzfilm aus NASA-Footage

Der australische Filmemacher Neil Harvey hat aus Archivmaterial der NASA einen bitter-süßen Kurzfilm gebastelt. Darin erzählt uns Roboter “Robbie” rückblickend von seinem Leben auf der Erde und seiner ersten Mission ins Weltall. Während er seine letzten Erinnerungen mit uns teilt, neigt sich der Batteriestand dem Ende zu. Traurig und schön:

Vimeo Direktrobbie via Nerdcore

Interessant an Harveys Herangehensweise ist, dass er zunächst Material aus den Archiven der NASA sammelte und erst während der Sichtung die Story und somit auch Robbies Charakter entwickelte. Der innere Monolog wurde dem NASA-Robonauten quasi auf den Leib geschrieben.

Mehr dazu findet ihr bei shortoftheweek.com oder hier.

 

Orales Vergnügen und privates Kino

Im Jahr 2011 war der Großmeister des avantgardistischen Films, Peter Tscherkassky, zu Gast auf der IX. MAGIS International Film Studies Spring School in Gorizia.

HAPPY END © 1996

Die Konferenz, die gerade wieder stattfindet, behandelte damals den Themenkomplex Archive. In diesem Kontext bin ich über Tscherkasskys Found-Footage-Schmuckstück HAPPY-END (1996) gestolpert und will jetzt – trotz gehöriger Verspätung– die Gelegenheit nutzen, euch daran teilhaben zu lassen. Der Film besteht aus Super-8-Aufnahmen aus der privaten Filmgeschichte eines trinkfreudigen Ehepaars, welches sich in der Zeit zwischen ca. 1965 und 1980 selbst beim Zuprosten und Lustigsein dokumentierte.

Die Aufnahmen wurden so montiert, dass sich das Paar bei stetig wachsendem Alkoholkonsum immer weiter verjüngt. Für den Ohrwurm Bonbons, caramels, esquimaux, chocolats ist Annie Cordy verantwortlich. Also Mund zu und Augen auf :

via

Weitere Informationen gibt es hier.

HAPPY END © 1996

10 min 56 sec

Originalformat: Super 8

Verleihformat: 35mm & 16mm

Verleihe: Sixpack Film (Wien), Light Cone (Paris) (16mm), Canyon Cinema (San Francisco) (16mm)