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Kill Reifen, kill!

rubber-de-quentin-dupieux-4536604kuczqvia twitchfilm.net

Quentin Dupieux alias Mr. Oizo, kennen viele aus nächtlichem Beatzirkus und eher nicht vom Film. Dabei hat er sich schon mehrfach als Filmemacher versucht, 2001 bescherte er uns Nonfilm und 2007 tischte er Steak auf.

Jedenfalls hat der Gute mal wieder ordentlich in seiner Hirnmasse rumgewühlt, bis er auf eine bescheuerte Idee gestoßen ist, die wahrscheinlich jeder andere verworfen hätte. Gut, dass er es nicht getan hat.

Das Resultat ist nämlich ein fieses Roadmovie, mit einem aggressiven Autoreifen namens Robert in der Hauptrolle. Der wurde verstoßen und rollt wütend durch eine Wüstenlandschaft. Als er entdeckt, dass er telepathische Kräfte besitzt, lässt er zunächst Insekten und Kleinvieh zerplatzen- mit purer Willenskraft natürlich. Bald wendet er sich größeren Lebewesen zu…

Schmeckt nach Kult, mehr dazu gibt’s bei De:bug. Debütiert hat Rubber soeben in Cannes, hier findet ihr eine Review. Jetzt aber flott in den Teaser:

Vimeo DirectRubber

Weil das nicht reicht, hier noch ein Knusperchen:

Vimeo DirectRubber

Auch nicht schlecht: Den Soundtrack haben neben Mr. Oizo,  SebastiAN und Justice mitgestaltet.

Rubber rollt ab dem 15. September durch die französischen Kinos und ein US-Verleih hat scheinbar auch angebissen. Hoffen wir also, dass er hier ebenfalls unterkommt!

64. Festival de Cannes

Vom 12. bis zum 23 Mai ist die Croisette mal wieder filmisch vollgepackt, das Festival de Cannes schmeißt zum 63. Mal Filmfutter auf den Präsentierteller, wir riechen mal rein!

Zwar haben Unwetter und gebrochene Filmversprechen (Somewhere von Sofia Coppola ist leider nicht dabei) schon für schlechte Laune gesorgt, weil aber Tim Burton dieses Jahr Jurypräsident ist, besteht noch Hoffnung. Auch sonst sind ein paar große Namen und Filme vertreten.

Außerhalb des Festivals läuft der neue Woody Allen. Wie immer geht’s um Paare, bisschen Sex und viel Gerede.  You will meet a tall dark stranger (2010) zieht erst am 2. Dezember in die deutschen Kinos ein, hier kommt dennoch ein Vorgeschmack:

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Youtube Direktstranger


Möge er besser sein, als Whatever Works!

Seit Damien Odouls L’histoire de Richard O. (2007), bin ich großer Fan von Matthieu Almaric. In seinem Wettbewerbsfilm Tournée (2010) spielt er einen Pariser Produzenten, der seine Zelte in der Heimat abbricht, in den USA eine New Bourlesque Show heranzüchtet, um in Frankreich den erhofften Erfolg zu ernten. Seine Tänzerinnen wollen natürlich nicht nur fleischlich in die Show miteingebunden sein und ansonsten läuft auch nicht alles nach Plan. Ab in den Trailer:

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Youtube Direkttournée


Auch der thailändische Filmemacher Apichatpong Weerasethakul, der für seine eigenwillige Verbindung von Fiktion und Dokumentarfilm bekannt ist, mischt sich mit Uncle Boonmee, Who Can Recall His Past Lives (2010) in den Wettbewerb. Der Film ist Teil des Primitive-Projekts, das 2009 im Münchner Haus der Kunst zu sehen war. Hier kommt der Trailer:

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Abbas Kiarostami buhlt mit Copie Conforme (Certified Copie, 2010) ebenfalls um die Goldene Palme. Der Film spielt erstmals außerhalb seiner iranischen Heimat und zeigt uns ein Paar in der Toskana. Aber ist das Paar wirklich zusammen? Handelt es sich um eine Affäre, die auf eingebildeter Substanz aufbaut oder um eine Langzeitbeziehung, die sich frischen Wind vorspielt? Hier ein Teaser:

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HFF-Absolvent Christoph Hochhäusler ist mit Unter dir die Stadt (2010) in der Sektion Un Certain Regard nominiert. Darin geht es um die heimliche Beziehung zwischen einem Bankmanager und der Frau eines seiner Angestellten. Machtspiele? Aber sicher! Den Trailer gibt’s hier.

In der Sektion Cannes Classics darf man sich auf Tristana (1970) von Louis Buñuel freuen. Dort spielt Catherine Deneuve ein unschuldiges Waisenkind, das von ihrem Adoptivvater kompromittiert wird und nicht mehr von ihm loskommt. Eine Amour fou vom Enfant Terrible des surrealistschen Films, hier der Trailer:

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Youtube Direkttristana


Diverse Hintergrundinfos gibt’s auf arte.tv