Le Refuge

Ohne lange Einführung machen wir gleich weiter mit einem Glanzlicht des Festivals- also Mund zu und Augen auf!

Le Refuge, François Ozon
In der Reihe Nouveau Cinéma Français konnten die Veranstalter nach jahrelangem Insistieren François Ozon an die Isar gewinnen, um seinen neuen Film Le Refuge (2009) vorzustellen. Informationen zu Diskussionen mit den Filmemachern gibt es hier. Wir werfen einen Blick in den Trailer, bitte das frankophone Ohr hinhalten:

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Mousse (Isabelle Carré) und Louis (Melvil Poupaud) sind jung, wohlhabend und drogenabhängig. Nach einer Überdosis stirbt Louis. Mousse überlebt und erfährt noch im Krankenhaus von ihrer Schwangerschaft. Mit Methadon im Gepäck entflieht die werdende Mutter der Stadt und bezieht das leerstehende Haus eines Bekannten irgendwo am Meer. Hochschwanger bekommt sie Besuch von Louis’ Bruder Paul (Louis-Ronan Choisy).

Nach einigen Anlaufschwierigkeiten entwickelt sich eine unkonventionelle Beziehung zwischen den beiden. Und wie weitere Filme dieses Festivals spürt auch Le Refuge den Verästelungen zwischen Familie und Individuum nach.

François Ozon zählt zu den Vertretern des Cinéma du Corps /Cinema of the Body und Isabelle Carrés Babybauch spielt quasi eine dritte Hauptrolle. Er wird inszeniert, ästhetisiert und übt magnetische Anziehung auf seine Umgebung aus. Daran nicht ganz unbeteiligt ist natürlich auch die Hauptdarstellerin, die ihrer Rolle mit spröder Lakonie viel Tiefe verleiht.

Und weil der Film in HD gedreht wurde, wirken die Bilder besonders organisch. Davon kann man sich ab dem 2. September auch außerhalb des Filmfests überzeugen lassen.

Den Sänger Louis-Ronan Choisy hat Ozon von der Bühne weggecastet. Das Lied, das sich wie ein Leitmotiv durch den Film zieht, gibt’s hier:

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