A Single Man +++ The Blind Side +++ Legion

Filmisch ist heut so ziemlich alles dabei. Wir beginnen mit Tom Fords Designerstück A Single Man, im zweiten Gang folgt das Bullock-haltige Rührstück The Blinde Side und verfeinert wird das Menü von Legion, einem abgetrashten SF-Miststück. Filmhunger? Na dann Mund zu und Augen auf!


singleman

Wer glaubt, dass A Single Man (2009) Tom Fords Adaptation einer Novelle von Christopher Isherwood, lediglich aus 101 Minuten Dauerwerbung für seine neuste Kollektion besteht, der hat zwar nicht ganz unrecht (Firth trägt natürlich Ford), wird aber sehen, dass der gute Tom sich mit seinem ersten Filmversuch durchaus sehen lassen kann, sehr sogar. Zurück in die 60er und ab in den Trailer:

via

Wir sehen einen Tag im Leben eines Mannes, dessen Herz bitter am Tod seines Lebensgefährten zerbrochen ist. Zutiefst tragisch, oft tiefgründig aber immer exzellent gekleidet wandelt George (Colin Firth) durch diesen Tag, der vielleicht sein letzter sein wird. Er steht auf, geht an die Universität um zu unterrichten, leert später sein Bankschließfach und holt sich Munition für die Waffe, mit der er sich aus seinem Elend schießen will.

Kann seine beste Freundin und ehemalige Geliebte Charley (Juliane Moore) ihn von einer gemeinsamen Zukunft überzeugen? Oder wird Kenny (Nicholas Hoult), ein penetranter und lebenshungriger Student mit häßlichem rosa Mohairpullover ihn zurück in die Gegenwart holen? Ab 8. April wissen wir mehr. Bis dahin kann man sich hier Appetit holen.

Fazit: Ein ästhetisches und gehaltvolles Zuckerschlecken.

Wie versprochen, kommt hier Nachschlag aus einer anderen Ecke, The Blind Side (2009) ist ab 25. März im Kino und John Lee Hancocks Verfilmung einer realen Geschichte.

THE BLIND SIDE

Sie handelt von Michael Oher (Quinton Aaron), einem afroamerikanischen Jungen, der aus elenden Verhältnissen in den Schoß einer großzügigen weißen Vielverdienerfamilie aufgenommen wird, um sich vom tumben Sorgenkind zum Profi-Footballspieler zu entwickeln. Insgesamt läuft die Erfolgsstory linear vor sich hin, stolpert an einem kleinen Twist und bleibt sowohl inhaltlich als auch filmisch auf der konservativen Seite. Rein in den Trailer:

YouTube Preview Image

via

Der Geruch von Kitsch liegt in der Luft. Besonders hübsch ist eine Szene, in der Übermutti-Bullock dem bulligen Pflegeobjekt aus einem Kinderbuch vorliest, dass einem der Magen rumort. Selbst wenn sich das Ganze an eine wahre Geschichte anlehnt, fragt man sich, wieso sämtliche Klischees bis zum Zerbersten bedient werden müssen. Wer nach einem ordentlichen Verriss giert, kann sich bei den fünf Filmfreunden bedienen.

Was jetzt kommt ist absolut nicht arthausig, sondern eine ordentliche Ladung trashiger SF-Endzeitstimmung. Manchmal kann ein übler Film unglaublich amüsant sein, so auch Legion (2010) von Scott Stewart, seit 18. März im Kino.

legion

Gott glaubt nicht mehr an die Menschheit und schickt seine Engel aus, um die Welt zu bereinigen. Erzengel Michael (Paul Bettany) ist der einzige, der noch Hoffnung sieht. Großzügig bewaffnet macht er sich auf, um eine kleine Gruppe zufällig zusammengewürfelter Opfer an einer Tankstelle inmitten der Mohave Wüste vor der Apokalypse zu bewahren.

Unter ihnen ist auch die hochschwangere Charlie (Adrianne Palicki), deren Kind die Rettung der Menschheit darstellt. Ziel ist es nun, dass dem Ungeborenen nichts geschieht. Doch das erweist sich als reichlich schwierig, denn die zum Bösen mutierten Engel haben Hunger und gieren nach Menschenfleisch.

Schnell in den Trailer:

YouTube Preview Image

via

Fazit: Spätestens nachdem die fleischlustige Oma die Szenierie betritt, kann man das Zucken im Zwerchfell nicht zurückhalten, will man ja auch nicht. Erwartet also dämliche Dialoge, ungeplante Homoerotik, Löcher in der Logik und ein gelungenes Miststück von einem schlechten Film!

Kommentar verfassen

Sie können die folgenden HTML-Codes verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>